Was ist Ken-Jitsu?
Ken-Jitsu bedeutet wörtlich übersetzt „Faustkampf“ oder auch „Schwertkampf“. Es handelt sich um eine Kampfkunst, die vor allem auf Selbstverteidigung ausgelegt ist.
Das System kombiniert Hand-, Fuß-, Ellbogen-, Knie-, Kopf-, Finger-, Roll-, Fall-Techniken und vieles mehr. Dabei kommen Schläge, Hiebe, Stiche, Tritte, Blöcke, Hebel, Würfe, Sprünge etc. mit oder ohne Waffen zum Einsatz. Es wird sowohl in Standpositionen wie auch am Boden geübt. Ein gut ausgebildeter Ken-Jitsuka ist dadurch in der Lage, sich in jeder Situation angemessen zu verteidigen.
Halle Wir trainieren in einer eigene Übungshalle (=Dojo) beim Sportbund Rosenheim in der Schießstattstraße in Rosenheim.
Gymnastik Um die Verletzungsgefahr zu verringern und um dem Körper die notwenige Gelenkigkeit bzw. Kraft zu vermitteln beginnen wir das Training mit Gymnastischen Übungen.
Fallschule Um sich bei Wurf- und Fallübungen nicht zu verletzen, unterrichten wir die Kunst der Fallschule. Auch im Alltag eine durchaus nützliche Fähigkeit.
Gürteltraining Im Techniktraining werden vorgegebene Gürteltechniken gelehrt, die dem Ken-Jitsuka helfen, sich einen Grundstock an Basistechniken zu erarbeiten.
Randori Freikampf – hier wird der simulierte Kampf unter verschiedenen Bedingungen geübt. Man kämpft gegen Mehrere oder gegen Einzelne. Hier soll die Realität in einer spielerischen Übung nachgestellt werden.
Entspannung Nach einem anstrengenden Training tut es gut, sich systematisch zu entspannen.
Warum sollte man Ken-Jitsu erlernen?
Um sich im Ernstfall angemessen, rasch und effektiv verteidigen zu können. Aber
auch im Vorfeld drückt man seine Verteidigungsbereitschaft unbewusst durch seine
Körpersprache bereits aus. Dies führt dazu, dass man nicht als potentielles
Opfer gesehen wird und gar keine Auseinandersetzung führen muss (Kämpfen können
um nicht kämpfen zu müssen).
Ken-Jitsu ist ein idealer Sport zum Stressabbau und zur Förderung eines inneren
Gleichgewichts.
Das Training ist sehr abwechslungsreich, Trainingsinhalte sind u.a.:
Fallübungen, Tritte, Schläge, Hebel, Würfe, Kampf gegen einen oder mehrere
Gegner, Kampf gegen bewaffnete Gegner, Kampf am Boden, Festhalten und sichern
eines Gegners bis zum Eintreffen der Polizei, ... Auch viele unserer Trainer
üben/übten noch eine weitere Kampfsportart aus, so dass auch Anregungen aus dem
Aikido, Teakwon-Do oder WingTsun in unser Training einfließen.
Durch unseren eigenen Trainingsraum (Dojo) sind wir in der Lage, an vier Tagen
in der Woche, ab jeweils 18.45 Uhr ein Training anbieten zu können. Bei Bedarf
(vor Prüfungen oder Auftritten) trainieren wir auch Freitags oder Samstags nach
Absprache.
Das Training findet in einer lockeren, freundlichen Atmosphäre statt. Die
Trainer nehmen Rücksicht auf den jeweiligen Fitnessstand. So wird eben ein
durchtrainierter Sportler anders gefordert als ein älterer Wiedereinsteiger, der
sich und seinem Körper etwas Gutes tun will.
Wie ist ein typisches Ken-Jitsu-Training aufgebaut?
Nach der gemeinsamen Verbeugung beginnen wir mit etwa 30 Minuten
Aufwärmgymnastik, in der der Körper gedehnt und gekräftigt wird. Unser ältester
Ken-Jitsuka ist 67 Jahre alt und dank regelmäßiger Trainingsteilnahme immer noch
gelenkig und beweglich. Beim Kindertraining steht hier natürlich mehr das
spielerische Aufwärmen im Vordergrund.
Es
schließt sich die Fallschule an, in der das richtige Reagieren und Hinfallen in
verschiedenen Situationen geübt wird. Dies hat viele unserer Ken-Jitsukas schon
vor Schäden bei Stürzen im Privatbereich bewährt.
Nach der Fallschule gestalten die jeweiligen Trainer die Stunde. Das kann
bedeuten, dass noch gemeinsam Grundtechniken geübt werden, oder dass im sog.
„Freien Training“ die Schüler an ihren Frei- und Gürteltechniken arbeiten
können. Die anwesenden Trainer können dabei Tipps geben oder neue Techniken
zeigen.
Gegen Ende des Trainings werden entweder Grundtechniken geübt oder es wird ein
Freikampf (=Randori) angesetzt. Eine gemeinsame
Verbeugung bei der Schlussaufstellung beendet das Training.
Die wichtigsten Vorteile auf einen Blick:
...vielseitiges, abwechslungsreiches
Training zur Selbstverteidigung
...Training an mindestens vier Tagen in
der Woche möglich
...Stressabbau und Förderung eines
inneren Gleichgewichts durch Ken-Jitsu
...für fast alle Altersgruppen (von 7
bis 70 Jahren) möglich
...angenehme Trainingsatmosphäre
Schnuppertraining:
Jeder kann jederzeit mindestens 3mal kostenlos
mittrainieren!
Trainingsort/-zeiten gibts hier
Mitzubringen sind:
Trainingshose und T-Shirt.
Historie
Rahm brachte aus Japan das Jiu Jitsu nach Deutschland. Sein Schüler Carl Wiedmeier entwickelte daraus ein eigenständiges System, in dem er dieses um Techniken aus dem Judo, Teakwon Do, Karate und Aikido erweitert. Der Name Ken-Jitsu wurde aus der Kombination der Kampfkünste Karate, Kempo, Kendo und Jiu-Jitsu abgeleitet.
In den OH DO KWAN
Sportschulen in München, aber auch am Rosenheimer Salzstadel wurde von Herrn
Wiedmeier Ken Jitsu unterrichtet. Nachdem Herr Wiedmeier sich aus Rosenheim zurückgezogen hatte, baute sein ehemaliger Schüler Konrad Türk ab
1976 eine eigene Ken-Jitsu Schule in Rosenheim auf, die unter dem Dach des
Sportbund DJK Rosenheim ihre Heimat fand.
Als ideale Ergänzung erwies sich Felix Schmid, der zusammen mit Konrad Türk
dafür sorgte, dass Ken-Jitsu in Rosenheim seit nunmehr über dreißig Jahren
erfolgreich besteht und dass inzwischen die zweite Trainergeneration ihren Schülern Freude an der Kampfkunst
vermitteln kann.
siehe auch Wikipedia: Ken-Jitsu
Letzte Änderung: 17.12.2008